Offener Brief

Anlässlich der Delegiertenversammlung  am 11.06.2018 beschlossen die Mitarbeitervertretungen einen offenen Brief an den Vorstand der Diakonie Mitteldeutschland. Anlass war die Weigerung des Diakonischen Werkes, den Arbeitehmervertretern in der Arbeitsrechtlichen Kommission eine Fortbildung zum Thema Öffentlichkeitsarbeit zu gewähren. Nach Ansicht des Diakonischen Werkes gehört es nicht zu den Aufgaben der ARK Mitglieder, die Beschäftigten in der Diakonie zu informieren.


Offener Brief der Delegierten aus den Mitarbeitervertretungen der Diakonie Mitteldeutschland

 

An den Vorstand der Diakonie Mitteldeutschland

Sehr geehrter Herr OKR Stolte,

sehr geehrter Herr Dr. Teske,

wie wir in der Delegiertenversammlung am 11.06.18 erfahren haben, vertreten Sie die Ansicht, dass uns die Mitglieder der Arbeitsrechtlichen Kommission nicht über den jeweiligen Verhandlungsstand informieren dürften.

Wir haben ein Recht darauf, zu wissen, was für unsere Zukunft geplant wird. Wir wollen einbezogen sein und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Wir fordern Transparenz, insbesondere in der Diakonie.

In allen großen Tarifverhandlungen wird über den jeweiligen Verhandlungsstand informiert. Das muss auch im Dritten Weg möglich sein.

Wir wollen zu jeder Zeit wissen, wo wir in den Verhandlungen stehen, was die Arbeitgeber anbieten und wie die Gespräche verlaufen.

Geheimniskrämerei im Hinterzimmer ist unglaubwürdig und anmaßend.

Unsere aktuellen Forderungen lauten:

-          Entlastung und guten Lohn für unsere gute Arbeit

-          faire Verhandlungen auf Augenhöhe

-          Parität in der Verhandlungsmacht

-          Offene Berichterstattung

-          Unabhängigkeit der Verhandlungspartner

Wenn dies alles im Dritten Weg nicht möglich oder sogar verboten sein soll, dann machen Sie den Weg frei für Tarifverhandlungen.

 

Halle, den 11.06.18

 

 

E. Busse