Entgeltrunde Diakonie Mitteldeutschland – Verhandlungen gescheitert



Die Arbeitnehmerseite in der Arbeitsrechtlichen Kommission DW EKM hat im Februar beantragt, die Löhne der Beschäftigten ab 1.7.2016 um 5 Prozent zu erhöhen. Die Arbeitgeberseite unterbreitete ein „Angebot“ von 1,5 Prozent ab Oktober 2016.

Zum Vergleich: Die Arbeitsrechtliche Kommission Diakonie Deutschland hat eine Erhöhung von 2,6 Prozent ab 1.7.16 beschlossen.

„Die geforderten 5 Prozent sind dringend erforderlich und wären endlich ein spürbarer Schritt zur Ost-West Angleichung“, so ein Arbeitnehmervertreter aus der ARK.

Wegen Unstimmigkeiten über die Rechtmäßigkeit der Geschäftsordnung der ARK fand seit Februar keine Sitzung mehr statt. Die Arbeitnehmerseite hat deshalb die Verhandlungen für gescheitert erklärt und die Schlichtung angerufen.

Die Schlichtung ist besetzt mit 2 Arbeitgebern, 2 Arbeitnehmern und einem „neutralen Vorsitzenden“.  Man kann davon ausgehen, dass es keine Einigkeit zwischen den Arbeitgeber- und den Arbeitnehmervertretern geben wird. Die Regularien des Dritten Weges sehen dann vor, dass die Stimme des Schlichters entscheidet. Das heißt, ein einzelner Mann, der nicht einmal bei Kirche oder Diakonie arbeitet, entscheidet, wie sich die Lohnentwicklung für rund 30 000 Diakonie – Beschäftigte gestaltet.