Kein Dritter Weg in der Diakonie Mitteldeutschland



Am Dienstag, 11.11.14 trafen sich in Halle Mitarbeitervertreterinnen und -vertreter aus ganz Mitteldeutschland zur Delegiertenversammlung.
Mit großer Mehrheit, bei einer Gegenstimme und 2 Enthaltungen verabschiedeten die knapp 100 Delegierten den folgenden Beschluss:


Beschluss der Delegiertenversammlung der 

Mitarbeitervertretungen im DW EKM vom 

11.11.2014 in Halle / Saale

Die Delegierten der Mitarbeitervertretungen diakonischer Einrichtungen in der Diakonie Mitteldeutschland und Teilnehmer der Delegiertenkonferenz am 11.11.2014 in Halle/Saale verabschieden folgenden Beschluss:

Wie bereits in den letzten Jahren mehrfach bekundet, halten wir auch weiterhin daran fest und bringen hiermit erneut zum Ausdruck, dass der „Dritte Weg“ keine Möglichkeit bietet, die Interessen der Mitarbeitenden zu wahren.

Von Arbeitgeberseite wird immer wieder behauptet, dass im „Dritten Weg“ faire Arbeitsbedingungen zwischen gleichberechtigten Verhandlungspartnern vereinbart werden. In der Realität wird jedoch die Arbeitnehmerseite in eine Bittsteller-Rolle gezwungen. Von fairem Interessenausgleich kann keine Rede sein.

Auch die neue Fassung des Arbeitsrechtsregelungsgesetzes, (ARRG) ändert dies nicht. Deshalb fordern wir den GAMAV auf, sich nicht an der Arbeitsrechtlichen Kommission zu beteiligen.

Stattdessen sollen sich alle Mitarbeitervertreter und der GAMAV aktiv für Tarifverträge in der Diakonie einsetzen.

Halle, den 11.11.2014

  


Die Delegierten reagieren damit auf den vom Landeskirchenamt vorgelegten Entwurf für ein "neues" Arbeitsrechtsregelungsgesetz. Dieses Gesetz soll formal die Bedingungen für ein Streikverbot in der Diakonie schaffen. Es drückt die Arbeitnehmerseite mit den bekannten Mechanismen des "Dritten Weges" weiter in die Position der kollektiven Bettelei. Die Möglichkeit eines "fairen Interessenausgleichs" ist nicht in Ansätzen gegeben.