Mitarbeitervertretungen wollen keine Arbeitsrechtliche Kommission!
1. Wahlversammlung gescheitert!

Am Dienstag, 27.09.2011, fand in Halle die 1. Wahlversammlung nach dem Arbeitsrechtsregelungsgesetz (ARRG) aller Mitarbeitervertretungen in der Diakonie Mitteldeutschland (über 200) statt. Es sollten Mitglieder der Arbeitnehmerseite in die AKR gewählt werden.

Jedoch reisten nur 18 Personen aus nicht einmal 10 MAVen an.
Damit war die Versammlung nicht beschlussfähig, das notwendige Quorum wurde nicht erreicht!

Auf diese Weise haben die Mitarbeitervertretungen aus Mitteldeutschland erneut deutlich gemacht, dass sie keine Arbeitsrechtliche Kommission (ARK) mehr wollen. Der sogenannte "Dritte Weg" bietet keine Möglichkeit, die Interessen der Mitarbeitenden zu wahren.
Mehrfach gab es Resolutionen und Demonstrationen mit der Forderung nach Abschaffung der ARK im DW EKM.
Dies alles beeindruckte weder den Dienstgeberverband noch die Landeskirche. Statt nach einvernehmlichen Lösungen zu suchen, wurde das ARRG immer wieder zu Ungunsten der Arbeitnehmerseite und damit der Beschäftigten verändert. 

Damit nicht genug: Es wird eine weitere "Wahlversammlung" geben, bei der die Anzahl der Teilnehmenden keine Rolle spielen wird. Lt. ARRG könnten fünf Menschen die fünf Mitglieder für die ARK wählen ohne Legitimation durch die Mehrheit aller Mitarbeitervertretungen. Fachwissen als Kriterium ist nicht gefragt..

Mögen die ca. 25.000 Beschäftigten in der Diakonie Mitteldeutschland davor bewahrt bleiben!

Fazit: Der "Dritte Weg" wird von den Mitarbeitenden nicht mehr akzeptiert. Ein Umdenken im Dienstgeberverband und der Landeskirche ist dringend erforderlich.