GAMAV stellt Antrag an Synode zur ACK-Klausel

In den Jahren 2001 und 2002 wurden soziale Einrichtungen mit z.T. sehr vielen Mitarbeitenden in verschiedensten Trägerschaften Mitglied des Diakonischen Werkes und wenden das MVG an. Oft ist es so, dass der überwiegende Teil der Mitarbeitenden nicht Mitglied einer der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehörenden Kirche ist. Das stellt uns vor erhebliche Probleme.

Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen hat beschlossen, die Wählbarkeitsvoraussetzung (ACK-Klausel) im MVG § 10, Abs. 1, Buchst. b, ab 01.01.2006 wieder in Kraft zu setzen.

Trotzdem ist bereits jetzt schon ein Mitarbeitervertreter Opfer dieser noch ausgesetzten Klausel geworden: Ein Mitglied des GAMAV, das keiner ACK-Kirche angehört, wurde von uns neu als Stellvertreter in die ARK Thüringen entsandt. Im Arbeitsrechtsregelungsgesetz (ARRG) ist aber festgelegt, dass die Mitglieder der ARK zu einem kirchlichen Amt wählbar sein müssen. Deshalb wurde unsere Nominierung abgelehnt.

Daraufhin stellten wir den Antrag an die Synode der Thüringer Landeskirche, das ARRG dem MVG anzupassen. Dieser Synodenantrag wurde zur Bearbeitung an den Landeskirchenrat weiter gegeben. Den schriftlichen Bericht und die abschließende Antwort erhält die Synode erst während ihrer Tagung im Frühjahr 2003.

Wir hoffen, wünschen und wollen erreichen, dass unsere Thüringer Landeskirche den Widerspruch zwischen dem Anspruch an Kirchenmitgliedschaft und weithin atheistisch geprägten Menschen als Mitarbeitende in ihrer Diakonie so lösen wird, dass wir Menschen zu Kirche hin und nicht von ihr weg führen.