Bielefelder Appell



Der

Bielefelder Appell

braucht Unterstützung

von Interessenvertretungen, Organisationen, Einrichtungen oder Verbänden und Vereinen

damit er Beachtung findet!

Wir bitten Sie, den Appell im Rahmen Ihrer Möglichkeiten und Kontakte weiterzuverbreiten, in Verteilerlisten einzuspeisen und ihn auf Ihrer Homepage oder die Ihres Verbandes oder Vereins einzustellen.

Rückmeldungen zur Unterstützung bitte an:

Interessenvertretungen Bielefelder Appell
c/o Christian Janßen,

Email: sivus-online@web.de

BIELEFELDER APPELL -
der einundzwanzig Mitarbeitendenvertretungen und Betriebsräte aus Einrichtungen und Diensten der Pflege, Betreuung und Begleitung in Bielefeld

Die Pflege wird zum Pflegefall - Appell für mehr Menschlichkeit Unterstützen Sie den Aufruf als Organisation oder Verband!
Mehr als 13.500 Beschäftigte in Bielefeld - der „Hauptstadt der Diakonie“ - sind in den Arbeitsfeldern der Pflege, Betreuung und Begleitung von alten, behinderten und psychisch kranken sowie sozial geschwächten Menschen beschäftigt. Die Betriebsräte und Mitarbeitendenvertretungen aus diesen Bielefelder Einrichtungen und Diensten mahnen: Pflege und Betreuung sind in Gefahr. Mitarbeitende durch die Arbeitsverdichtung am Rande ihrer Kräfte. Betroffene Menschen sind zunehmend eingeschränkt in der Wahrnehmung ihrer Selbständigkeit und ihrer Rechte.
Sind die Inklusionsvorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention für Deutschland Makulatur?

Missstände in Kliniken, ambulanten Diensten und Heimen - insbesondere Altenheimen - erreichen seit Jahren immer wieder die Öffentlichkeit. Patienten und Angehörige beklagen sich über nicht ausreichende Betreuung.

Die Interessenvertretungen aus Bielefelder Einrichtungen und Diensten der Pflege, Betreuung und Begleitung stellen fest:
Das grundsätzliche Problem besteht in einer sich immer weiter verschärfenden Krise ALLER Einrichtungen der Pflege, Betreuung und Begleitung. Es handelt sich in erster Linie nicht um das Fehlverhalten einzelner Einrichtungen bzw. Dienste.

Der Kern dabei ist: Welche Prioritäten setzt unsere Gesellschaft - Wie viel ist uns die Pflege, Betreuung und Begleitung von alten, kranken, sozial geschwächten und behinderten Menschen wert? Es geht um eine Politik, die seit Jahren die Weichen so stellt, dass die gesellschaftliche
Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird. Es geht um eine Politik, die ihre Prioritäten nicht in die Rettung „notleidender Menschen" und eine menschenwürdige Pflege setzt, sondern immer wieder Milliarden in die Rettung „notleidender Banken" investiert. Diese Schieflage muss verändert werden. Hier muss wieder der Mensch im Mittelpunkt stehen, nicht das Geld.

In den sozialen Bereichen arbeiten Menschen, die motiviert und engagiert sind. Beide Werte sind jedoch verletzlich. Mitarbeitende zerbrechen an der Unmöglichkeit, das tun zu können, was sie fachlich und ethisch zu tun aufgefordert sind. Wir sehen die große insbesondere psychosoziale Belastung, die alarmierenden Krankenstände. Viele der regulär Beschäftigten arbeiten auf Teilzeitstellen, die es immer schwerer machen, ohne Nebenjob den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Begleitung, Betreuung und Pflege können nicht nach ökonomischen Kriterien und nicht nach Modellen des Wettbewerbs und der Profitmaximierung ausgerichtet werden. Hier geht es um soziale Leistungen von Mensch zu Mensch - um eine GESELLSCHAFTLICHE AUFGABE, finanziert von der Gemeinschaft.
Die Mitarbeitenden - die wir vertreten - sowie die Patient/-innen, Klient/-innen und ihre Angehörigen baden diese grundsätzlichen Probleme der Ökonomisierung des Sozialen aus.
Und das sind letztlich wir alle.
WIR baden diese fehlgeleitete Politik aus. Denn irgendwann wird jede und jeder von uns einmal von dieser Pflege, Betreuung oder Begleitung abhängig sein, im Krankenhaus oder im Altenheim. Und die Mitarbeiterinnen haben keine Zeit für ein freundliches Wort oder Zuspruch.

Unterstützen Sie als Verband oder Organisation den diesem Text zugrundeliegenden Bielefelder Appell, damit er Öffentlichkeit erfährt. Öffentlichkeit, die nötig ist, damit Abgeordnete unseres Landes die Auswirkungen ihrer Politik wahrnehmen und ihre Fehlentscheidungen verändern können. Unterstützen Sie den Bielefelder Appell durch Rückmeldung an die Initiatoren.

Der Bielefelder Appell im Wortlaut ist unter folgender Adresse im Internet abrufbar: www.soltauer-impulse.culturebase.org.
Wenn Sie den Bielefelder Appell als Organisation unterstützen möchten, schicken Sie eine mail an:
Interessenvertretungen Bielefeld c/o Chr. Janßen - Email: sivus-online@web.de



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